Camping im Winter: Frust gehört zum Frostcampen einfach dazu

Wer meint, Wintercampen sei nur etwas für Leute mit wenig Geld, liegt falsch. Im Gegenteil: Die Zahl derer, die das romantisch finden, wächst. Auf ein paar Unannehmlichkeiten sollte man aber gefasst sein.

Ausgebucht. Allesamt. Und das im Winter: Zugspitz-Arena. St. Moritz. Kitzbühel. Davos. Zillertal. Gstaad. Stubai. Zermatt. Sölden. Nein, nicht deren Hotels, sondern Stellplätze für Wohnmobile und Caravans. Diese Top-Wintersportorte haben allesamt auch Camping im Angebot, meist nah an der Piste, sodass die Talabfahrt kurz vor der Wohnmobiltür endet. Skistiefel aus, Puschen an.

Wer nun aber meint, Wintercampen in den Bergen sei nur etwas für Leute, die ganz schön arm dran sind und sich kein „anständiges Hotel“ leisten können, hat falsch geraten. Es ist auch nicht nur etwas für Hardcore-Outdoorfreaks, die noch bei minus 20 Grad das Würstchengrillen nicht sein lassen können oder auf nächtliches Schneeschippen auf dem Vorzeltdach stehen.

Im Gegenteil: Wintercampen ist irgendwie romantisch, naturnah, ein Abenteuer, auf das sich immer mehr einlassen. Seit ein paar Jahren beobachtet der Caravaning-Verband bereits ein wachsendes Interesse. Um 63,6 Prozent ist die Zahl der Frostcamper auf 1,3 Millionen Übernachtungen gestiegen. In der Wintersaison zählen die Campingplätze etwa 300.000 Gäste in den Skigebieten.

Immer mehr Urlauber campen im Winter

Eine Umfrage unter Campingurlaubern ergab auch, dass bereits ein Drittel von ihnen Ski- und Winterurlaub bevorzugt. Deshalb gibt es mittlerweile Plätze, etwa in Südtirol oder im Ötztal mit Sölden, wo der Winter zur Hauptsaison geworden ist – und damit teurer ist als der Sommer.