Bestes Camping-Wetter – aber keiner darf in Urlaub

Es ist Ferienzeit, und in den kommenden Tagen soll es sonnig und mild werden – eigentlich beste Bedingungen für den Start in die Campingsaison. Doch in diesem Jahr ist alles anders – wegen der Corona-Krise dürfen keine Urlauber mehr an die Küste und auch sonst sind touristische Übernachtungen in ganz Niedersachsen verboten. Und so bleiben auch die Zufahrtsschranken zu den beliebten Campingplätzen Schillig und Dangast geschlossen.

Gähnende Leere statt großer Oster-Ansturm

Auf dem Campingplatz in Dangast am südwestlichen Jadebusen hätte eigentlich am Freitag die Saison begonnen. „Dann hätten wird Schlangen gehabt“, sagte Kurdirektor Johann Taddigs im Gespräch mit dem NDR in Niedersachsen. Doch anstatt eines Ansturms herrscht gähnende Leere auf dem gesamten Platz. Nicht nur für die Betreiber sei es eine schwierige Zeit, sagte Taddigs. Viele Stammgäste kämen zum Teil seit 60 Jahren nach Dangast. „Für die ist es eine absolute Umstellung, das absolut erste Mal dass es kein Ancampen gibt. Da müssen sich ganze Familien umstellen“, so Taddigs.

Schaden in Millionenhöhe bei längerem Verbot

Das gleiche Bild zeigt sich auch auf den anderen Plätzen an der Nordseeküste. In Hooksiel fehlen derzeit 750 Camper, in Schillig sind es 950. Der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus, sollte die Saison über den April hinaus ins Wasser fallen.

Betreiber hoffen auf Saison-Start Anfang Mai

Auch Dangasts Kurdirektor Taddigs fürchtet den finanziellen Schaden, der jetzt von Tag zu Tag größer wird. „Es sind ja Saisonbetriebe, jetzt hätten wir Vollauslastung gehabt“, sagte er. Aber derzeit stünden auch an der Küste die finanziellen Aspekte im Hintergrund. „Zunächst wollen wir unser Publikum gesund durch die Krise bringen“, so Taddigs. Die Betreiber der Campingplätze hoffen indes, dass die Saison Anfang Mai starten kann und dann endlich die Zufahrtsschranken wieder geöffnet werden dürfen.