6 Praxis-Tipps für die Wohnmobil-Winterpause

Gas, Wasser, Batterien: Es gibt viele Punkte, die Sie beim Abstellen und Überwintern Ihres Reisemobils beachten müssen. Mit den Tipps von promobil bleibt Ihr Fahrzeug fit für die neue Saison.

Schönwetter-Camper gibt es immer wieder. Einige Reisemobilisten nutzen ihr Fahrzeug im Winter nicht, sondern gönnen ihm eine mehrmonatige Ruhepause. Damit das Wohnmobil unbeschadet durch den Winterschlaf kommt, hält promobil ein paar Tipps parat.

6 Tipps fürs Abstellen und Überwintern des Wohnmobils

Saubere Sache: Aufbau und Unterboden gründlich abwaschen, Lack mit Wachs behandeln
Luft rein: Reifen entlasten, dafür den Luftdruck um etwa 0,5 bar erhöhen
Batterie pflegen: Akkus aufladen, abklemmen und frostfrei überwintern – oder das Mobil am 230-Volt-Netz angeschlossen lassen
Auf Durchzug schalten: Hängeschränke öffnen und Polster aufstellen, damit die Luft besser zirkulieren kann
Wasser marsch: Die Wasseranlage komplett leeren, Druckwasserpumpe separat entwässern
Abdecken: Eine luftdurchlässige Hülle schützt das Reisemobil vor Schmutz

Der Winterputz fürs Wohnmobil

Zuerst wird geputzt: Mit Autoshampoo einmal komplett einseifen, dabei das Dach nicht vergessen, denn hier sammelt sich der meiste Schmutz an. Entdeckt man bei der Reinigung Farbabplatzer, sollte man die gleich reparieren beziehungsweise nachlackieren. Den Unterboden reinigen; entfernen Sie hier auch Ansammlungen von Erde oder Sand.

Wer noch etwas mehr Zeit und Mühe investieren will, behandelt das Mobil mit Flüssigwachs und einer Poliermaschine. Das ist zwar langwierig, der Aufbau ist dann aber besser vor Wetter und Schmutz geschützt, und die nächste Wäsche wird leichter, da Schmutz schlechter haftet. Tipps zur Unterbodenpflege finden Sie hier.

Die Gummidichtungen an Fenstern und Türen sollte man nur mit silikonfreien Mitteln aus dem Fachhandel behandeln, dabei sparsam vorgehen (siehe auch Basiswissen Teil 3, „Fenster und Türen“).

Tank- und Technik-Kontrollen vor dem Wohnmobil-Winterschlaf

Der nächste Schritt ist die Kontrolle des Füllstands von Frostschutz, Kühlwasser und Scheibenwaschanlage; wenn nötig, auffüllen. Tanken Sie außerdem voll, das vermindert das Luftvolumen im Tank: An der Innenseite bildet sich so weniger Kondenswasser, das sich mit dem Diesel vermengen oder bei Metalltanks Rost verursachen könnte.

Am Abstellplatz erhöht man den Luftdruck der Reifen um etwa ein halbes Bar, um den schleichenden Luftverlust auszugleichen. Verfügt das Reisemobil über Stützen, kurbelt man sie so weit aus, dass auf den Reifen nicht das gesamte Gewicht lastet.

Legen Sie den ersten Gang ein und lösen Sie die Handbremse, damit die Bremsklötze nicht an der Bremstrommel festrosten. Keile an den Reifen verhindern ein Wegrollen.

Nun noch die Wasseranlage entleeren. Steht das Mobil den Winter über frostfrei, den Wassertank füllen und das Wasser konservieren. Die Gasflaschen dreht man zu.

Jetzt steht dem Winterschlaf nichts mehr im Wege.