Camping bei Regen und Sturm: Auf diese Dinge musst du achten

Schwere Unwetter am Chiemsee: Sturm und Regen können den Camping-Urlaub ganz schön vermiesen.
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Stürme oder Regenfälle können den Camping-Trip zum Horror-Urlaub machen. Der reisereporter verrät, wie du dein Zelt am besten vor Witterungseinflüssen schützen kannst und worauf es beim Aufbauen ankommt.

Für viele Menschen gibt es nichts Schöneres, als im eigenen Zelt mitten in der Natur oder auf dem Campingplatz zu urlauben. Doch Camping auf offenem Gelände bedeutet auch, den Witterungseinflüssen gnadenlos ausgesetzt zu sein. Klar: Viel Sonnenschein und hohe Temperaturen lassen jedes Camperherz höherschlagen. Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille: Regen und Sturm können einem die Freude am Campen ziemlich vermiesen.

Damit der Urlaub nicht buchstäblich ins Wasser fällt oder du dein Equipment nach einem Sturm nicht kreuz und quer auf dem Campingplatz suchen musst, solltest du einige Dinge beachten. Hier sind die wichtigsten Tipps, wie du dein Zelt am besten gegen Regen und Wind sichern kannst.

Camping: Finde einen guten und sicheren Platz für dein Zelt

Sehr wichtig ist die Auswahl des Zeltplatzes: Du solltest es nicht auf windanfälligen Pässen, Kuppen oder unterhalb von Felswänden aufschlagen (hier droht Steinschlag). Wenn du kein besonders stabiles Zelt besitzt, dann solltest du besser sturmanfällige Regionen (Küstengebiete und Gebirge) meiden.

Auch sumpfige Regionen eignen sich nicht fürs Camping, da sonst die Gefahr besteht, dass dein Zelt einsinken kann. Ideal für das Aufschlagen des Zeltes: leicht hügeliges Gelände, auf dem Büsche und Bäume Windschutz bieten.

Auch sehr wichtig: Der Boden muss trocken und fest sein, um die Heringe des Zeltes fest zu verankern und dem mobilen Zuhause Stabilität zu geben. Auf guten Campingplätzen solltest du kein Problem mit dem Finden eines Zeltplatzes haben.

Camping: Falten machen dein Zelt windanfällig

Je straffer dein Zelt aufgebaut ist und je weniger Falten es schlägt, desto weniger Angriffsfläche bietet es für Wind und Regen. Das Außenzelt sollte daher möglichst faltenfrei über das Innenzelt gespannt sein. Sind zu viele Falten im Außenzelt, besteht außerdem die Gefahr, dass sich Regenwasser auf dem Zelt ansammeln kann.

Dieses sollte rasch entfernt werden, da das Zelt sonst unter dem Gewicht des Wassers einbrechen kann. Um diese Gefahr zu minimieren, bietet es sich an, die Verbindungsriemen vom Außenzelt zu den Gestänge-Enden fest anzuziehen.

Camping: Achte bei der Zeltsicherung auf die Feinheiten

Muss bei deiner mobilen Behausung zuerst das Innenzelt errichtet werden und darüber dann das Außenzelt, sollte auch dieses fest am Gestänge fixiert werden. Bei vielen Modellen sind auf der Innenseite des Außenzeltes Klettstreifen angebracht, die eng um das Gestänge gewickelt werden müssen. Wenn diese fest fixiert sind, lösen sie sich auch bei starkem Dauerwind nicht.

Camping: Leinen und Heringe richtig anbringen

Die Sturmleinen verleihen deinem Zelt noch einmal zusätzlichen Halt. Dabei solltest du die volle Länge der Leinen nutzen und diese sicher im Boden verankern. Die Heringe sollten zu diesem Zweck fest und tief in der Erde stecken und in einem Winkel von 45 Grad im Boden angebracht werden, wobei die Spitze im Boden zum Zelt zeigen sollte.

Du kannst die Heringe auch mit Steinen beschweren, um die Sturmleinen noch fester zu ziehen. Wichtig: Denk daran, einen Hammer mitzunehmen, um die Heringe fest in den Boden zu bekommen.

Camping: Nachspannen der Sturmleinen nicht vergessen

Sind die Sturmleinen und das Außenzelt aus Polyamid (Nylon), dann dehnen sich diese bei Nässe aus. Auch erhöhte Luftfeuchtigkeit (bei Nacht oder bei Nebel) sorgt für den gleichen Effekt. Deshalb sollten vor Beginn der Nacht die Sturmleinen nachgezogen werden, und auch das Außenzelt sollte straff gezogen werden, um das Konstrukt weniger anfällig für Sturm und Regen zu machen.

Beschwere deinen Faltpavillon mit Steinen

Wenn du zusätzlich zum Zelt noch einen Faltpavillon aufbauen willst, dann sollten die Standbeine auch hier zusätzlich gesichert sein. Es gibt im Einzelhandel spezielle Gewichte, die dem Pavillon zusätzliche Stabilität verleihen. Hier lohnt es sich, tiefer in die Tasche zu greifen, um ein Wegwehen zu verhindern.

Ein Sturmband schützt dein Vorzelt

Wer mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen campen möchte, installiert zumeist noch ein Vorzelt vor seiner rollenden Behausung. Dieses kann und sollte zusätzlich mit einem Sturmband gesichert werden. Es besteht aus widerstandsfähigem Nylongewebe und ist witterungsbeständig. Du montierst es über dem Vorzelt und solltest dann gut auf herannahende Windböen vorbereitet sein.