Camping Butler aus „Höhle der Löwen“: Automat ist sicher keine Sch*iß-Idee

Camping Butler

 
 
 

In der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ treffen tüchtige Gründer mit ausgeklügelten Ideen auf hungrige Investoren. Besonders tüftlig sind die Erfinder von Camping Butler. Die beiden Gründer machen aus Fäkalien – bares Geld.

In Deutschland boomt das Geschäft mit Wohnwägen, Zelten und Camping. Knapp zwei Millionen Menschen verfügen über einen Wohnwagen und über 3000 Campingplätze stehen den Urlaubern zur Auswahl. In diesem Markt stecken Millionen.

Das wissen auch die Erfinder von Simon Freutel und Ralf Winkel. Sie haben Camping Butler entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Vollautomaten, der die Camping-Toilette entleert und säubert. Bisher müssen Camper die Wohnmobiltoilette selbst reinigen – ein echtes Tabuthema.

Auf dem Markt gibt es zwar eine Vielzahl an Toiletten für das Wohnmobil. Weitverbreitet ist allerdings die Kassettentoilette. Dabei landen die Fäkalien in einer Fach, die auch Kassette genannt wird. Sie befindet sich unterhalb oder an der Seite des Wohnmobils. Camper müssen diese nun manuell aus dem Schacht nehmen und selbst reinigen. Das kostet Überwindung und auch Nerven.
Besonders bitter ist, dass so eine Kassette nur mit Chemie funktioniert. Ein Mittel löst die Fäkalien im Behälter auf. Je nachdem, wie oft die Toilette benutzt wird, muss die Kassette nahezu täglich oder alle zwei bis drei Tage entleert werden – händisch.

So funktioniert Camping Butler aus „Die Höhle der Löwen“

Camping Butler schafft Abhilfe. Reisende werfen Geld in den Automaten, der Schacht öffnet sich und der Automat beginnt mit der Entleerung und Reinigung der Kassette. Am Ende spuckt er den sauberen Einsatz aus – geruchlos und sauber. Auch der Sanitätseinsatz – also das Lösungsmittel – wird hinzugefügt.

Der Automat arbeitet völlig selbstständig. Er kann jeden Kassette-Typ erkennen, die Box drehen, öffnen, entleeren, saubermachen und schließen. Auch die Wartung und Reinigung läuft automatisch.

Das Geschäftsmodell der beiden Jungs ist ebenfalls durchdacht. Campingplatzbetreiber können das Gerät für 15.000 Euro kaufen. Sie geben dann 40 Cent pro Reinigung an das Duo ab. Ziel der Unternehmer ist es, den Apparat kostenlos aufzustellen und damit Geld zu verdienen. Pro Reinigung sollen Camper nämlich zwei Euro bezahlen. Der Einwurf landet dann komplett bei den Gründern.

Die Löwen sind begeistert. „Das ist ein gutes Geschäft“, sagt Dagmar Wöhrl und auch Judith Williams kommt aus dem Staunen nicht raus. Eine einfache Rechnung der beiden Unternehmer zeigt: Bei zehn Reinigungen pro Tag für je zwei Euro wirft der Vollautomat nach spätestens zwei Jahren die kompletten Einnahmen an die Unternehmer ab.

Für die Produktion brauchen die beiden Gründer ein Investment von 200.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile an. Beißen die Löwen an?